Sei gegrüßt,

 

jetzt, da die Blätter nicht nur bunt werden, sondern auch schon gut zu Fallen begonnen haben, erinnere ich mich wieder daran, dass ich seit 10 Jahren auf dem Lande lebe… und dieser Übergang in die Dunkelheit nicht immer einfach für mich war. In der Stadt bekam ich vom Wechsel der Jahreszeiten kaum etwas mit, geschweige denn von der Wanderung des Mondes und der Sonne über unser Firmament.

Diese Rhythmen galt es für mich anzunehmen, zu beobachten und sie einzuatmen… ja, wie ein Ertrinkender nahm ich diese natürlichen Impulse auf, denn für mich war es Nahrung. Eine Nahrung, die ich in der Stadt nicht finden konnte.

Während ich im Sommer die Lebensfreude durch Aktion und ins Außen gehen lebte, konnte ich auch deutlich den umgekehrten Prozess im Herbst und Winter wahrnehmen und -noch viel wichtiger- annehmen. Wie so Vieles habe ich dies durch die Pflanzen gelernt: Sie verströmen sich im Sommer. Die Blüten schicken ihre Botenstoffe zum Anlocken der Insekten los. Es ist die große Wachstumsphase und im Herbst zieht sich alles in die Stille zurück… in die Einkehr.

 

In einer funktionierenden Welt mit elektronischem Licht und immer gleich bleibenden Zeiten und Rhythmen wirkt die dunkle Jahreszeit daher eher störend und bedrückend… oder sie wird uns als eine solche verkauft.

Dann auch noch der Regen… die grauen und wolkenverhangenen Himmel zwischen den grauen Häusern. Was sollte daran schön sein? Trotz ganzjähriger Aufenthalte in der Natur durch meine Tiere und Reisen, konnte ich erst nach meinem Verlassen der Stadt wirklich Eintauchen in die natürlichen Rhythmen.

 

Ein wichtiger Pfeiler beim Erkunden all dieser Mechanismen waren die Jahreskreisfeste: 8 Termine im rhythmischen Abstand zueinander … im Kreis verlaufend … begleitend durch das Jahr. Ich erkundete ihre ursprünglichen Bedeutungen und erprobte Rituale und Spiele mit Freunden. Was können diese alten und weltweit praktizierten Riten uns heute noch schenken? Durch ihren stabilen Rhythmus und ihre deutliche Anlehnung an die pflanzlichen Zyklen verdeutlichen sie den Kreislauf des Lebens. Aber noch vielmehr konnte ich einen Halt darin finden, der mich sogar auf die dunkle Zeit des Jahres freuen ließ.

Jedes Fest gibt mir eine neue Möglichkeit, Inne zu halten; einen Moment genauer hinzusehen, wo ich gerade stehe und was meine nächsten Schritte sind. Die enorme Kraft, die hierbei frei gesetzt werden kann – insbesondere wenn wir diesen Moment mit anderen lieben Menschen teilen – ist unbezahlbar und in unserer modernen Konsumgesellschaft mit nichts zu vergleichen.

 

Speziell in den kommenden Monaten liegt die Kraft darin, durch weniger Verströmen meiner Kraft nach Außen, mich selbst und meine Pläne zu nähren. Die Dunkelheit im Außen gibt mir die Möglichkeit, mich vermehrt meinem inneren Licht zuzuwenden und eben dieses zu nähren.

 

Ich könnte ewig über dieses Thema reden… wenn Du diese Kraft in Dein Leben einladen und die darin liegende Ursprünglichkeit integrieren möchtest, schau doch gern in meinen Seminaren vorbei. Zumindest kann ich Dir nur empfehlen – wenn es Dich ruft – Dich über das Thema Jahreskreisfeste weiterzubilden… und nachzuspüren, was diese neuen Informationen mit Dir machen.

Sei gesegnet.

In Liebe,
Stephanie

 

 

PS.:
Hast Du bereits Erfahrungen mit den Jahreskreisfesten gemacht? Teile doch gern in den Kommentaren, was auch andere Leser inspirieren könnte…